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Baumann Zeitzeuge

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Walter Baumann berichtet vor Schulklassen über das Kriegsende

„Vor 70 Jahren hat der Frieden begonnen und wir müssen alles tun, dass uns der Frieden erhalten bleibt", sagte RegRat Altbürgermeister von Kematen, Walter Baumann, in einem zweistündigen Zeitzeugenvortrag in der ALW2 der Fachschule Wirtschaft Amstetten. Als Kriegsverwundeter war er damals im Lazarett in Prag. Anhand privater Episoden und persönlicher Erlebnisse drehte Walter Baumann das Rad der Geschichte um 70 Jahre zurück und ließ die gespannte Zuhörerschaft in die Ereignisse des Schwellenjahres 1945 räumlich und zeitlich eintauchen. Das Kriegsende 1945 ist der Ursprung unserer Gegenwart. Die Vergangenheit scheint besiegt, wie wird die Zukunft? Was bleibt, ist die Erinnerung -  die Erinnerung an das Grauen und den Hunger und den Hunger aller nach Liebe. Es erwachte so manche Sehnsucht. Der Begriff „Fräuleinwunder" wurde erfunden.  

Blick vom Sonntagberg

70 Jahre danach steht Walter Baumann auf dem Sonntagberg und schaut ins Tal und wenn Schönwetter ist, blickt er über die Hügeln bis zur tschechischen Grenze und dann erinnert er sich daran, wie er damals von der tschechischen Grenze zu Fuß bis Kematen gegangen ist. Heute sei er glücklich, wenn er vom Sonntagberg oben in das schöne demokratische Österreich schaut.  Dann geht er oft hinein in die Kirche zum Altar und denke an all die Opfer des Krieges, an die politisch Verfolgten, an die vielen Vertriebenen und an die Tschechen, denen auch viel Leid geschehen sei. Mit einem Ausschnitt aus Smetanas Moldau aus dem Zyklus „Mein Vaterland (ma vlast)" verabschiedete sich Walter Baumann mit den Worten: „Ich wünsche mir, dir und euch allen, es möge uns der Frieden weiterhin erhalten bleiben, damit die Opfer des Krieges nicht umsonst waren. Ich hoffe, dass ihr immer wieder Menschen begegnet, die euch positiv entgegenkommen."


Robert Voglhuber

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