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Baumann

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Mit einem Bild vom Sonntagberg im Herzen

Von der Friedensberta zum Zeitzeugen im Unterricht

Im Rahmen des Religionsunterrichts unter Mag. Michael Wagner hat der 2. Aufbaulehrgang der FS für wirtschaftliche Berufe Amstetten anlässlich einer Gedenkjahrausstellung im Bildungshaus St. Benedikt in Seitenstetten zum 100. Todestages der Friedensnobelpreisträgerin Berta von Suttner ein Projekt mit Friedenstauben zur „Philosophie des Pazifismus" beigetragen.

Mit dem aufsehenerregenden Roman „Die Waffen nieder!" wurde Berta von Suttner eine der spannendsten Frauenfiguren der österreichischen Geschichte und prominenteste Vertreterin der internationalen Friedensbewegung. Ihr Roman wurde innerhalb kürzester Zeit zum Bestseller, von Militaristen wurde sie jedoch scharf verurteilt. Sie schildert das Leben einer jungen Frau in Europa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit, die durch zahlreiche Kriege geprägt war. Obwohl das Buch zum Bestseller wurde, provozierte es aber auch scharfe Kritik.

In einem Textausschnittkommt es zum Dialog eines Militaristen mit einem Pazifisten, worin es heißt, dass es Elend immer geben müsse, das lasse sich nicht abschaffen, ebenso wenig wie den Krieg. Die Erde sei nun ein Jammertal und werde es immer bleiben. Pazifisten bauen vor allem auf dem Argument auf, dass Gewalt immer Gegengewalt erzeugt und der Rachegedanken die Welle der Gewalt nie durchbrechen kann.

Bertha von Suttners „Die Waffen nieder" war nur ein pazifistischer Aufruf in Romanform und literarisches Intermezzo. Kriege gab es trotzdem wieder. Heute können wir daraus Funken schlagen, sei es in kritischer Abgrenzung als Mahnung zur Wachsamkeit  oder umgekehrt als Ermutigung ohne Scheuklappen zu denken gegen die geistige Enge unserer Zeit.
Die Welt ist in rivalisierende Stämme und konkurrierende Kulturen gespalten. Am 21. Juni sind hundert Jahre seit Bertha von Suttners Tod vergangen, Millionen und Abermillionen von Gerechten und Ungerechten haben unzählige Kriege seither hinweggerafft.

Zeitzeuge berichtet – mit einem Bild im Herzen

Nie wieder Krieg!“ Dieser Wunsch beschäftigt die ALW2 immer wieder anlässlich des Nationalfeiertages und vor allem zu Weihnachten. Um der Klasse  etwas von diesem Gefühl zu vermitteln, lud Geschichtslehrer Robert Voglhuber den Zeitzeugen RegR Walter Baumann in die Schule ein, um über seine Zeit im 2. Weltkrieg zu berichten.

In eindrucksvollster Weise schilderte er, wie karg die Lebensbedingungen der Menschen damals waren, und wie er selbst unter lebensgefährlichen Bedingungen den Krieg überstanden hatte. Er hatte immer ein Bild vom Sonntagberg bei sich. Es war wie ein Schutzengel und rette ihm oft das Leben.

Die Doppelstunde mit Walter Baumann gab der sichtlich gerührt und ergriffenen Klasse Anlass zum Nachdenken darüber,  wie wichtig diese Art der Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte ist und dass man die Vergangenheit nicht vergessen darf, aber trotzdem für die Zukunft leben muss.

Robert Voglhuber

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